Der Inselname selbst entstand höchst wahrscheinlich aus der Zusammensetzung der einheimischen Wörter für "weiss" (bocay), "Baumwolle" (borac) und "Schaum" (bora). Die Strände von Boracay sind tatsächlich einfach zu schön, um unbehelligt zu bleiben. Der Sand, wie fein gemahlene Süsswasserperlen, lässt sich von den sanften Wellen des blau und türkis schimmernden, glasklaren Meeres kraulen. Palmen neigen ihre grünen Köpfe dem Ozean entgegen. Eine Trauminsel mit Bilderbuchstränden. Insgesamt 30 z.T. auch noch einsame Strände und Buchten säumen die Insel, und alle haben ihren ganz besonderen Reiz.
Boracay ist gerade einmal zehn Quadratkilometer gross und liegt im Zentrum der Philippinen. Die Insel hat in den letzten 30 Jahren eine erhebliche Wandelung erfahren. In den 70er-Jahren lebten die wenigen Einwohner vom Fischfang und dem Verkauf von Kokosnüssen, nur selten verirrten sich Individualtouristen hierher. Das änderte sich schlagartig, als ein deutscher Reisebuchautor Ende der 70er von der ausserordentlichen Schönheit der Insel berichtete. Bald strömten sonnenhungrige Strandurlauber aus allen Himmelsrichtungen nach Boracay und machten aus einem Geheimtipp für Rucksackreisende einen Touristenmagnet mit zahlreichen Hotels aller Kategorien.
Die Königin unter den Stränden ist zweifellos der vier Kilometer lange White Beach an der Westküste, der einen Platz auf der Liste der zehn schönsten Stränden der Welt hat. Er fällt sehr flach ab, sodass auch Kinder ihren Spass haben. Neben den meisten Hotels haben sich hier auch viele Restaurants und Bars etabliert. Bis etwa 16 Uhr hat man den Strand für sich alleine, doch danach wird es lebendiger. Von überall her strömen Menschen an die Bars, bestellen den ersten Cocktail und warten auf den Event des Tages, den Sonnenuntergang, für den es auch mal Standing Ovations gibt. Wer dem Trubel ein bisschen entgehen will, mietet sich ein Segelboot und schippert, während sich das Meer orange färbt, die Küste entlang.
Kaum ist die Sonne verschwunden, beginnt die Luft über den Baumkronen zu vibrieren. Hunderte Goldkronen-Flughunde fliegen träge umher. Mit einem Gewicht von über einem Kilo und einer Flügelspanne von fast zwei Metern gehören sie zu den grössten Fledertieren der Welt.
Boracay ist ein idealer Ort, um ein bisschen abzuhängen und sich zu amüsieren. Es gibt nette Cafés und einige Discotheken. Auch für Taucher lohnt sich ein Abstecher auf die Insel. Vor der Küste erstreckt sich ein farbenprächtiger Korallengarten, dessen Ausläufer mit dem Schnorchel sogar vom Strand aus bewundert werden können. Insel der Gegensätze: Wassersport, quirliges Nachtleben und ursprüngliche Schönheit.